Ups: Weder Wien, noch Wein (ENG/DE)

Folge 9 | erhaltenes Stichwort: Wine (article in English)
This article is bilingual. You may read the parts seperately, however, it makes sense to read them together. Please find the German part below.
Dies ist ein zweisprachiger Artikel. Die Teile können für sich gelesen werden, zusammen ergeben sie jedoch mehr Sinn. Der deutsche Teil des Artikels ist weiter unten vorzufinden. 

Like every important person on this planet I have a secretary. Someone who collects all the words that readers sent in. Normally, he does a good job but sometimes my secretary makes a mistake and misunderstands a reader's word.

Normally, that's alright but not this time. Enough is enough!

The reader was going to give me the word: “Wine“. And to be honest, I would have been really happy with it. Lot's of ideas – a great suggestion. Or as Donald Trump would say: “...the greatest word that I invented.“

Unfortunately, things didn't go as planned due to two little problems:
1) My secretary only speaks German.
2) He's a moron.

So instead of “wine“ my stupid secretary read “Wien“ which is the German word for Vienna. I ended up writing an article on Vienna although I've never been there.

This time I'm going to sack my secretary, I promise. 
 
Ein Artikel über Wien also.
Das Selbstbewusstsein, das ich zu Beginn noch hatte – ein Artikel über Wien? Kein Problem! – schwindet zunehmend, denn ich merke, dass ich keine Ahnung von Wien habe. Genau genommen weiß ich sogar weniger davon als Dolly Buster von Keuschheit?

Wäre der Blogger kultiviert, hätte er bereits eine Idee – ach, was sage ich – ein ganzes Konzept erarbeitet. Ich hingegen begnüge mich damit, „Vienna fun facts“ in Google einzugeben. Natürlich in Englisch, in der Hoffnung auf mehr Treffer.

Schon die erste Seite sieht vielversprechend aus: „10 Fun Facts about Vienna“. Euphorie flammt auf – vielleicht ist der Artikel noch nicht verloren!

Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Die zehn angepriesenen „Fun Facts“ stellen sich als langweilige, uninteressante Anekdoten heraus. Mal ehrlich – wen juckt's, ob Erwin Perzy versucht hat, die Glühbirnen für OP-Lampen heller zu machen? Da schau ich doch lieber Hornhaut beim Wachsen zu.

Ich schäme mich, wie naiv ich auf die Überschrift hereingefallen bin, etwas, wofür verzweifelte Blogger auf der Suche nach einer Story anscheinend besonders anfällig sind. Es ist immer dieselbe Masche: Die Überschrift macht hungrig und am Ende gibt es nur Knäckebrot.

Beim letzten „Fun Fact“ bleibe ich wieder hängen: Anscheinend wurde Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt – wirklich? Ich klicke auf den verwiesenen Link. Error, Seite nicht gefunden.

Mir reicht's. Genug für einen Tag. Es ist zwar kein Artikel entstanden, aber eines habe ich gelernt: Wien ist wohl besser vor Ort.

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So habe ich wahrscheinlich während des Schreibens ausgesehen.